Leinfelden-Echterdingen
Derzeit leben in Deutschland circa eine Million Demenzkranke. In Leinfelden-Echterdingen ist j√§hrlich mit etwa 130 Neuerkrankungen zu rechnen. Eine alarmierende Zahl. Die steigende Zahl von Demenzkranken h√§ngt unmittelbar zusammen mit der immer h√∂heren Lebenserwartung. Die h√§ufigste Demenzerkrankung ist Alzheimer. Die t√§gliche F√ľrsorge beschr√§nkt sich anfangs auf die Dauer von zwei bis drei Stunden, sp√§ter √ľber zehn Stunden und schlie√ülich ist Anwesenheit rund um die Uhr notwendig. Die Angeh√∂rigen haben zumeist finanzielle Einbu√üen, k√∂nnen oft eigenen Interessen kaum mehr nachgehen, viele verlieren soziale Kontakte und √ľberdurchschnittlich viele werden depressiv. Zudem leben heutzutage die erwachsenen Kinder oft weit entfernt von ihren Eltern. Eine notwendige Zusammenf√ľhrung und √úbernahme h√§uslicher Pflege verl√§uft oftmals sehr konfliktreich. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens selbst einmal Betroffener zu werden, ist heute so hoch wie nie. Unsere Gesellschaft weicht aber den Themen um Altersverwirrung aus. Die Aussicht, selbst irgendwann auf Hilfe und Pflege angewiesen oder betroffener Angeh√∂riger zu sein, erf√ľllt uns mit Sorge.
Die Robert-Bosch-Stiftung hat die deutschlandweite und international vernetzte Initiative ‚ÄěGemeinsam f√ľr ein besseres Leben mit Demenz‚Äú gestartet. In LE gibt es bereits eine Reihe von Angeboten f√ľr die Betroffenen. Frau Christa R√∂mer von der Informations-, Anlauf- und Vermittlungsstelle macht Hausbesuche und ber√§t. Die Wohnberatung kann bei Fragen der Wohnungsanpassung bei Demenz helfen. Einmal im Monat findet ein Gespr√§chskreis auch f√ľr pflegende Angeh√∂rige von Demenzkranken statt. Das Haus Sonnenhalde, die Sozialstation und privaten Pflegedienste bieten Betreuung an. Wenn Demenzkranke auff√§llig werden, kann der sozialpsychiatrische Dienst f√ľr alte Menschen des Landkreises um Unterst√ľtzung gebeten werden.
 
Viele Menschen wollen ihre Angeh√∂rigen im h√§uslichen Umfeld behalten. Eine qualifizierte Pflege im h√§uslichen Umfeld ist jedoch heute mit enormen Kosten verbunden. Ein Fachgespr√§ch hat gezeigt, dass weder die Stadt, noch √∂rtliche Pflegedienste oder die Betroffenen selbst dies finanziell oder personell dies leisten k√∂nnen. Aber unsere Stadt bieten sich gute Voraussetzungen, um eine qualifizierte Unterst√ľtzung der pflegenden Angeh√∂rigen aufbauen zu k√∂nnen.
Was k√∂nnte eine B√ľrgerstiftung LE dazu beitragen? Sie k√∂nnte in Zusammenarbeit mit den vorhandenen Hilfsangeboten die Initiative ergreifen und einen ehrenamtlichen Besuchs- und Hilfsdienst aufbauen. Ohne Engagement und Mithilfe der B√ľrgerinnen und B√ľrger w√§re dies nicht realisierbar. Die B√ľrgerstiftung k√∂nnte sich finanziell an den Kosten der Aus- und Weiterbildung beteiligen. Sie k√∂nnte das Bewusstsein schaffen, dass man in LE ohne Angst alt werden kann.
Werden Sie Stifter und helfen Sie mit an wichtigen Themen unserer Stadt:
Projektgruppe B√ľrgerstiftung Leinfelden-Echterdingen, Neuer Markt 3, 70771 LE, Tel. 1600 ‚Äď 354, Fax 1600 ‚Äď 200, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch√ľtzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder im Internet www.buergerstiftung-le.de.
× Diese Website benutzt Cookies. Durch die Nutzung unserer Website, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.