Leinfelden-Echterdingen

„Stillstand ist Rückschritt“ lautet ein Sprichwort – und ein anderes: „ Wer rastet, der rostet“. Das gilt im übertragenen Sinne nicht nur für den einzelnen Menschen, sondern ebenso für Organisationen und ein Gemeinwesen wie unsere Stadt. Wenn Leinfelden-Echterdingen noch in einigen Jahren als Lebens- und Arbeitsraum attrak-tiv sein soll, müssen wir dem gesellschaftlichen Wandel unserer Zeit Rechnung tragen. Was das konkret heißen kann, sei an einem Beispiel gezeigt.
Jeder weiß, dass heutzutage viele junge Frauen eine ebenso gute Ausbildung haben wie Männer. Die Folge: Sie sind nach ihrer Ausbildung reichlich über 20 Jahre alt, steigen gut qualifiziert und mit Ehrgeiz in ihren Beruf ein und denken zunächst gar nicht an Familiengründung, Heirat, Kinder – siehe Statistik im letzen Focus. Sie sind wertvolle Mitarbeiter in den Unternehmen und erzeugen ein Loch, wenn sie schließlich doch eine Familie gründen, Kinder bekommen. Und wie ist es mit der Rückkehr in den Beruf ? Und wie sehen diesen Vorgang die zugehörigen Männer ? Viele arbeiten heute ihren Arbeitsplatz viele Kilometer vom Wohnsitz entfernt und verlieren durch das Pendeln Zeit für Familie und Kinder. Und welche Auswirkungen hat diese moderne Lebensweise auf die Kinder ? Die Familie ist nicht mehr die Familie von vor 50 Jahren. Und auch die Arbeitswelt hat sich grundlegend verändert.

  Diese Tatsachen kann man nun so hinnehmen, bedauern, kritisieren. Man kann sich aber auch was einfallen lassen. Die Hertie-Stiftung hat bereits mehreren Unternehmen auch in Baden-WĂĽrttemberg das Zertifikat „Beruf und Familie“ verliehen. Kurz vor Pfingsten war in der Stuttgarter Zeitung ein Bericht ĂĽber die ZF Lenksysteme, einem Tochterunternehmen der Robert Bosch GmbH. Sie wurde ausgezeichnet fĂĽr ihre „Familienbewusste Unternehmenspolitik“, die konkret umgesetzt wurde in einer Vielzahl von Einzelmodulen wie familiengerechte Arbeitsbedingungen, Kinderbetreu-ung in Kombination mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, Telearbeit, flexible Pausenrege-lung, u.v.m. mit dem Ziel, die berufliche Tätigkeit im Unternehmen so zu verbessern, dass sowohl das Unternehmen, wie auch die Familien davon profitieren.
Bundespräsident Köhler sieht die Stärke von Stiftungen gerade in ihrer Offenheit für den gesellschaftlichen Wandel und in ihrer Experimentierfreudigkeit. „Zum Wandel ermutigen – Stiftungen als Innovationskraft“ hieß die Überschrift seiner Rede kurz vor Pfingsten in Freiburg. Auch die Bürgerstiftung Leinfelden-Echterdingen würde gerne innovative Projekte durchführen. Es wäre für unsere Stadt ein Gewinn und ein Stand-ortvorteil, wenn sich ein paar Unternehmen bereit erklären, an innovativen Projekten mitzuwirken. Dasselbe gilt für die Bewohner unserer Stadt. Seien Sie kreativ, denken Sie mit, engagieren Sie sich, stiften Sie Zeit und/oder Geld ! Denn beides benötigt die gute Sache – die Bürgerstiftung L-E, die letztlich uns allen dient. (cdv)
Wenn Sie Stifter werden möchten, fordern Sie die Unterlagen an bei der
Projektgruppe Bürgerstiftung Leinfelden-Echterdingen, Neuer Markt 3, 70771 LE, Tel. 1600 – 354, Fax 1600 – 200, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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