Leinfelden-Echterdingen

Das Projekt Lernpartner der Bürgerstiftung LE begleitet Kinder mit ungünstigen Startvoraussetzungen auf dem Weg durch die Schule und ins Leben. Einer dieser „Lernpartner“ ist Georg Korger. Aktuell unterstützt er gleich zwei Mädchen im Teenageralter bei den Schulaufgaben. Dabei fällt ihm besonders auf, wie wichtig die individuelle Betreuung ist – und dass die Lernpartner dabei eine gute Ergänzung zur Schule sind.

 

Herr Korger, was hat Sie dazu bewogen, Lernpartner zu werden?

„Wenn ich zurückdenke an meine eigene Schulzeit, finde ich, dass manche Kinder zusätzliche Motivation benötigen. Bei Kindern im Teenageralter ist das besonders wichtig. Ein Bekannter hat mich auf dieses Projekt der Bürgerstiftung aufmerksam gemacht. Ich war damals gleich der Ansicht, dass das eine sehr sinnvolle Beschäftigung ist – und ich bin es auch noch heute, denn die Erwartungen, die ich hatte, haben sich allesamt erfüllt. Und der Kontakt mit den Kindern oder den Jugendlichen ist nach wie vor das schönste für mich.“

Wie würden Sie Ihre Rolle als Lernpartner beschreiben?

„Der Name Lernpartner ist sehr gut gewählt. Denn ich würde mich tatsächlich als Partner der Kinder bezeichnen. Es würde keinen Sinn ergeben, wenn die Zeit bei mir für die Kinder wie eine Schulstunde wäre; das würde sie eher abschrecken. Ich halte es deshalb für besonders wichtig, dass man sich nach dem Kind richtet. Weil ich schon mehrere Lernkinder hatte, sehe ich deutlich, dass es da Unterschiede gibt: die einen sind motivierter, andere manchmal weniger. Ich merke auch, dass die Schulen für eine Einzelbetreuung zu wenig Kapazitäten haben, dass die Kinder dort nicht immer entsprechend ihren Bedürfnissen betreut werden können. An der Stelle können dann Lernpartner aushelfen. Meine Lernkinder sind für mich ganz klar eine Bereicherung, aber manchmal auch eine Herausforderung.“

Was war das bisher schönste Erlebnis, das Sie als Lernpartner hatten?

„Was das schönste Erlebnis war, das ist schwierig zu sagen. Ich finde, es gibt immer wieder viele kleine Momente, die jeder für sich wunderschön sind. Zum Beispiel immer dann, wenn man merkt, dass dem Kind selbst die Zeit wichtig ist, die man mit ihm verbringt: weil es gerne kommt oder es bedauert, wenn es mal nicht kann. Oder der Moment, wenn man etwas zum dritten oder vierten Mal erklärt und plötzlich leuchten die Augen auf: ,Ach, so ist das!‘ Diese kleinen Erfolge von meinen Lernkindern sind dann auch immer für mich ein Erfolg.“

 

Die Bürgerstiftung LE sucht Ehrenamtliche, die, wie Georg Korger, als Lernpartner einem Kind ein bis zweimal in der Woche für etwa eine Stunde bei den Hausaufgaben und generell beim Lernen helfen möchten. Wer Interesse hat, kann sich bei Ute Brettschneider melden. Ab 11 Uhr ist sie unter der Telefonnummer 0159-02603500 zu erreichen.

   

 

 
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